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Max-Planck-Institute

Das Max-Planck-Institut für Biophysik erforscht die physikalischen Prinzipien und molekularen Mechanismen des Lebens anhand der Membranproteine. Sie sind an nahezu allen wichtigen Funktionen eines Organismus beteiligt.

So steuern sie Prozesse wie Nahrungsaufnahme, Atmung, Arzneimittelweiterleitung, sensorisch-physiologische, endokrine sowie Immunitäts- und Nerven-Funktionen.

Sie sind die zentralen Ausrichter bzw. Regulatoren bei zahlreichen Krankheitszuständen.

Rund 75% der Medikamente wechselwirken gezielt mit Membranproteinen, so dass die Kenntnis des Strukturaufbaus von größter Bedeutung ist. Mit modernsten Verfahren wie Elektronenmikroskopie, Röntgenkristallografie und spektroskopischen Methoden untersuchen unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler so elementare Funktionen wie Energiehaushalt, Stoffwechselaktivitäten und Kommunikation in den Zellen sowie den Transport von Stoffen über die Zellgrenzen hinweg. In idealer Ergänzung zu den experimentellen Untersuchungen werden die molekularen Prozesse auch theoretisch erfasst, um sie quantitativ zu beschreiben und ein detailliertes Verständnis der zugrunde liegenden Mechanismen zu gewinnen. Damit stellt unsere Forschung die Grundlage für die Entwicklung neuer Anwendungen in verschiedensten Bereichen wie Medizin und Pflanzenschutz dar.

Das Institut hat drei Abteilungen (Hummer, Kühlbrandt, Michel), eine Emeritus-Gruppe (Bamberg) sowie eine Unabhängige- (Ermler), eine Nachwuchs- (Kudryashev), sowie eine Emmy-Noether-Forschungsgruppe (Schwierz-Neumann) und seit Oktober 2018 eine Max-Planck-Fellow-Gruppe (Đikić). Neben einer engen Kooperation mit der Goethe-Universität profitiert das Institut von einer weltweiten Vernetzung mit anderen international führenden Forschungseinrichtungen.

Das Institut gehört zum Exzellenzcluster “Macromolecular Complexes (CEF)“.

 

Seit 2003 ist das Institut auf dem Riedberg angesiedelt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Unicampus-Riedberg und zum Max-Planck-Institut für Hirnforschung.

 

Während der NIGHT of SCIENCE sind Sie zu Vorträgen und Besichtigungen an unser Institut eingeladen. Die Details entnehmen Sie bitte dem Programmheft. Weitere Informationen zum Max-Planck-Institut für Biophysik finden sich auf der offiziellen Homepage.

 
 
Am Max-Planck-Institut für Hirnforschung steht die Funktionsweise der
Schaltkreise im Gehirn im Zentrum der Forschung. Diese wird in drei
wissenschaftlichen Abteilungen (Helmstaedter, Laurent und Schuman), vier
Max-Planck-Forschungsgruppen (Gjorgjieva, Tchumatchenko, Ito und Letzkus),
sowie von einem Max-Planck-Fellow (Acker-Palmer) betrieben, die in unserem
neuen Institutsgebäude auf dem Riedberg arbeiten, sowie in der
Emeritusgruppe (Singer) in vormaligen Institutsgebäude im Niederrad. Unser
gemeinsames Ziel am MPI für Hirnforschung ist es, die Bestandteile dieser
Netzwerke mechanistisch zu verstehen, die strukturellen und funktionellen
Schaltkreise zu entschlüsseln, die Rechenregeln zu finden, die ihre
Funktionsweise beschreiben ­ und schlussendlich ihren Beitrag zu
Wahrnehmung und Verhalten zu klären.

Netzwerke zwischen Nervenzellen sind eine weitere fundamentale Basis der
Gehirnfunktion: das Gehirn wandelt die Eingangs-Stimuli (seien diese
extern, von den Sinnen erfasst, oder intern, wie Gedanken und
Erinnerungen) in passende Reaktionen um (also motorische Reaktionen oder
Wahrnehmungen). Diese Umrechnung erfolgt nach Regeln, oder Klassen von
Regeln, die sich zumeist aus den Komponenten des Netzwerks und ihrer
Wechselwirkungen ergeben. Interessanterweise können diese Regeln sich mit
der Zeit verändern, ebenso auf Basis von Erfahrungen oder dem
Erlebniszusammenhang modifiziert werden.

Gehirn-Schaltkreise werden auf verschiedenen Beschreibungsebenen
untersucht. Zum einen enthält schon das intrazelluläre Protein-Netzwerk,
welches sich in allen Synapsen befindet, alle wesentlichen Eigenschaften
eines komplexen Schaltkreises: verbundene Elemente, Kommunikation,
Regulation und Rückkopplung. Als Antwort auf Signale anderer Nervenzellen
in einem Schaltkreis interpretieren die Synapsen ihre Eingangs-Stimuli
(³inputs²) und wandeln sie in neue Reize um (³outputs²). Manche
Eingangs-Stimuli können das intrazelluläre Netzwerk beeinflussen, indem
die lokale Umgebung von Ionen und Proteinen verändert wird ­ und daraus
können sich dann wiederum Veränderungen der synaptischen Antwort ergeben.

Während der NIGHTofSCIENCE werden Nachwuchswissenschaftler Kurzvorträge
halten. Sie sind dazu recht herzlich eingeladen. Die Details entnehmen Sie
bitte dem Programmheft. Bitte beachten Sie, dass unsere Räumlichkeiten
nicht mehr als 100 Teilnehmer erlauben. Weitere Informationen zum
Max-Planck-Institut für Hirnforschung finden sich auf der offiziellen Homepage.
 
(Bild: HG Esch Photography)
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NIGHT of SCIENCE 2018:
08.06.2018 - 17:00-06:00 Uhr

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